Aussie, wie kommen

Montag, 21. April 2014

Tag 23: Ballarat und Abreise

Heute Nacht hat es so stark geregnet, dass wir gedacht haben, weggeschwemmt zu werden. Früh kam aber wieder die Sonne etwas heraus. Allerdings hat es auch immer wieder im Laufe des Tages geregnet, so dass wir relativ eingeschränkt waren.

Jedenfalls ging es nach dem Frühstück und Packen erstmal Richtung Ballarat. Dort haben wir uns die Stadt kurz angesehen mit seinen viktorianischen Gebäuden. Ballarat war einst zum Goldrausch relativ reich. 1956 fanden die olympischen Spiele in Melbourne statt - Ballarat hat am Lake Wendouree die Ruderwettbewerbe ausgetragen. Den See haben wir uns natürlich angesehen und schwarze Schwäne dort entdeckt.

Weiter ging es auf der Goldroute zu den Trentham Falls: Wasserfälle, die man nicht unbedingt sehen muß. Wir machten noch einen kurzen Abstecher zum Mount Macedon, wo ein riesiges Kreuz oben am Berg zu Gedenken der Kriegsopfer steht. Man konnte aber die Hand vor Augen kaum sehen. Auch die auf dem Wege liegenden Organ Pipes waren geschlossen und es fing an zu regnen.

Deswegen sind wir nach einem kurzen Imbiss zum Flughafen gefahren und treten die Heimreise an. Good bye Australia.

Sonntag, 20. April 2014

Tag 22: The Grampians

Heute ist quasi der letzte volle Tag in Australien. Wir hatten in der Nacht noch einmal ein tolles Highlight hier, weil wolkenfreier Himmel war und die Sterne der Südhalbkugel einfach atemberaubend sind. Sie sind teilweise so dicht, dass man meint, die Milchstraße zu sehen.
In der Früh gingen es dann zum Boroka Lookout, wo man einen herrlichen Blick auf Halls Gap und sein Valley hat. Wir fahren weiter und nehmen noch einen weiteren Lookout und einen Wasserfall mit zu denen je kurze Wanderungen führen. Danach ging es nochmal in das Kulturzentrum von Halls Gap, in dem einen die Geschichte der Einheimischen etwas näher gebracht wird bevor wir zu Mittag essen. Nun hat es leicht getröpfelt und wir machten etwas länger Pause. Zum krönenden Abschluß sind wir noch einmal zum Mount Williams gefahren, von wo aus man vom Parkplatz noch ca 30 Minuten geht und dann einen sagenhaften Rundumblick hat.
Abschliessend schauen wir uns noch Kangaroos und Papageien an, die hier neben unserem Hotel ihr Unwesen treiben. Nun ging es ans Koffer packen, weil wir morgen die lange Heimreise antreten...

Tag 21: The Grampians


Heute mussten wir es etwas ruhiger angehen lassen, da ich eine leichte Gehirnerschütterung hatte. Bin ich Depp nicht gestern Abend gegen eine Glasscheibe gelaufen - allerdings hatte ich wirklich Glück, denn es war nur ein kleiner Cut über dem Auge zu sehen, aber keine Platzwunde. Nach dem Frühstücken haben wir trotzdem mal versucht, einen Wanderweg hier in den Grampians zu gehen und es ging einigermassen, nur etwas langsamer als sonst. Wir laufen vom Wonderland Parkplatz zu den Pinnacles und durchqueren dabei eine Schlucht. Einmal verengt sich diese so sehr, dass man seitwärts durchgehen musste. Oben am Gipfel bei den Pinnacles hatten wir einen sagenhaften Blick auf das Tal. Steil geht es nach unten und die Felsen sind total zerklüftet. Ein herrlicher Blick.
Zurück ist schon Mittag durch und wir entschließen uns, unser Steak Mittags zu bruzeln. Gesagt getan. Danach ging es weiter zu den Balconies, die wie Balkone in den Abgrund stehen und wo man auch auf die bewaldeten Gebirgsketten der Grampians sehen kann. Auch das ist sensationell. Wir fahren weiter zu den Mackenzie Falls, die allerdings wegen eines Waldbrandes im Januar gesperrt waren.Von der Strasse aus konnte man die Wasserfälle noch ganz gut sehen. Das gleiche verbrannte Bild hat sich beim nächsten Stopp bei Zumsteins geboten. Alles verbrannt. Ein paar Kilometer weiter soll ein nettes Kaffee sein, das wir besucht haben. Ich habe mit der Besitzerin ein paar Worte gewechselt und sie hat uns erzählt, wie sie am Tag des Brandes aufgewacht sind wegen dem Lärm des Feuers, wie schnell es sich ausgebreitet hat (innerhalb 40 Minuten vom Bergkamm bei ihnen war) und wie sie evakuiert wurden. Nach 3 Tagen durften sie wieder in ihr Cafe, hatten aber zwei andere Häuser verloren. Wir fahren abschließend zum Sonnenuntergang zu den Balconies zurück, aber es war leider zu bewölkt...

Samstag, 19. April 2014

Tag 20: The Great Ocean Road/Port Campbell National Park

The Great Ocean Road. Eine Straße, die ihren Namen alleine schon mit dem Port Campbell National Park alle Ehre macht - und das ist bei dieser Naturgewalt wirklich keine Unterteibung.
Zunächst machen wir uns noch einmal auf zu den Twelve Apostels, weil sie auf dem Weg liegen und weil früh am Morgen kaum Touristen sind und weil wir die Sonne im Rücken haben und besser fotografieren können.
Es ging weiter zur Loch Ard Gorge. Diese Felsformation hat ihren Namen erhalten, weil 1878 einst die Loch Ard hier gesunken ist, wie viele andere Schiffe auch. Immer wieder peitscht der Südpazifik meterhoch die Wellen gegen die Klippen, was manchmal Geräusche macht, als würde es laut donnern. Kurze Wanderwege zweigen vom Parkplatz ab vor zur Klippenkante, wo eine Klippenformation schöner als die andere ist. Wir sind schwer beeindruckt und zutiefst begeistert. Immer wieder stehen Felsen steil alleine im Wasser (ich würde schätzen 100 m hoch) und trotzen den anrauschenden Wellen.
Wir fahren weiter nach Port Campbell, einer kleinen Stadt, und nehmen einen Brunch zu uns. Zurück auf der Great Ocean Road sehen wir uns nochmal The Arch, London Bridge, The Grotto und Bay of Islands an, alles beeindruckende Felsformationen. 1990 erst ist ein Stück der London Bridge weggebrochen (Das die Bridge mit dem Festland verband. 2 Touristen, die auf der anderen Seite der Bridge standen mussten gerettet werden per Helikopter. Man sieht alleine hier, daß der Ozean die Landschaft mit seinen Wellen und den Winden immer wieder neu formt. Bei The Grotto ist das Wasser so stark auf den Felsen getroffen, dass es über 100 m hoch spritzte und dabei eine höhergelegene Grotte füllte.
Einen letzten sagenhaften Blick konnten wir bei The Bay of Island erhalten, wo auch wieder unzählige hohe Felsen aus dem Wasser standen. Die scheinende Sonne tat das Übrige zum Panoramafoto. Hier endet die Great Ocean Road.
In Warnambool, eine größere Stadt, haben wir noch kurz Lebensmittel besorgt für die restlichen 3 Tage im Grampians Nationalpark. Leider waren wir heute so spät dran, daß wir die letzten Kilometer im Dunkeln fahren mußten. Im Dunkeln und auch schon in der Dämmerung ist es in Australien immer übel zu fahren, weil das ganze Getier auf die Straße läuft. Wir haben es dennoch sicher geschafft und checken in unser letztes Hotel Tims Place ein.

Tag 19: Great Ocean Road


Aufwachen mit Blick aufs Meer. So könnte man sich den Beginn eines Tages vorstellen. Wir hatten leider im vor 1900 erbauten viktorianischen Hotel das Zimmer zur Meer abgewandten Seite. Aber wir konnten unseren Kaffee auf dem Balkon trinken und das Meer genießen. Dann ging es Frühstücken. Leider hat es angefangen zu regnen - irgendwie passend als wir zu den Erskine Falls fahren inmitten des Regenwaldes.
Es ging weiter die Great Ocean Road, die immer wieder klasse Blicke auf die Küste freigelegt hat. Den ein oder anderen Lookout haben wir natürlich mitgenommen. Ein Highlight war eine Fahrt in eine Stichstrasse bei Kennett River, wo sich Koalas in freier Wildbahn tummeln. 10 Stück haben wir entdeckt. Die Sonne kam jetzt durch, immer wieder gefolgt von Regenschauern. So auch, als wir nach Apollo Bay kommen und deswegen haben wir zu Mittag gegessen.
Als wird einen wunderschönen Gang durch den Regenwald bei Maits Rest machen, kommt die Sonne wieder raus. Perfekt.
Schließlich kommen wir der Great Ocean Road folgend nach Princetown, unserem heutigen Hostel (leider war heute am Karfreitag fast alles ausgebucht). Nach dem einchecken ging es weiter zum heutigen Top-Highlight: den Twelve Apostles, zusammen mit dem Ayers Rock das wohl meist fotografierteste Natur-Objekt in Australien. Die Twelve Apostle sind meterhohe Steine, die aus dem Ozean ragen. Einer ist bereits eingefallen.
Zunächst laufen wir die Gibson Steps hinunter (Stufen von der Straße zum Strand) , von wo aus man einen ungewöhnlichen Blick auf die Apostel hat und man beeindruckend die Größe der Apostel erkennt und wie klein wir Menschen doch sind. Danach geht's zu dem eigentlichen Apostel-Lookout von hoch oben. Der Wahnsinn. Man muß sich vorstellen, daß es auch wahnsinnig stark gewindet hat. Es hat ganz schön geblasen. Wir treffen einen Profi-Panorama-Fotograf, der sein Equipment bereits aufgebaut hat. Er wartet auf den Sonnenuntergang. Ich stelle mein Stativ auch bei ihm auf und er gibt mir ein paar Tipps. Leider mußten wir kurz bevor die Sonne komplett unten war, wieder zusammen packen, weil starke Schauer aufgekommen sind. Aber ich habe sagenhafte Aufnahmen im Kasten. Er meinte, dass die Felsen in ein paar Minuten hätten verschiedenfarbig geleuchtet. Naja, man kann nicht alles haben...

Donnerstag, 17. April 2014

Tag 18: Vom Prom nach Lorne

Heute stand ein sehr langer Fahr-Tag an. Wir mussten fast 400 km zurück legen, weil man wieder komplett nach Melbourne zurück und dann auf die andere (westliche) Seite von Melbourne fahren muß.
Nach einem guten Frühstück haben wir kurz vor 9 Uhr unsere schöne Hütte verlassen und waren kurz nach 12:30 Uhr in Geelong, der mit 160.000 Einwohnern zweitgrößten Stadt Victorias. Wir sehen uns kurz die Hafen-Promenade an, kaufen uns eine Latte und fahren weiter Richtung Great Ocean Road. Diese ist eine 300 km lange Panorama Straße, die sich an der Küste entlang schlängelt und eine der schönsten der Welt gilt (laut Reiseführer). Hm.
Wir kommen zunächst nach Torquay, wo am Bells Beach momentan die Surf-Weltmeisterschaft stattfindet. Allerdings kommen wir nicht nah genug heran ohne Eintritt zu zahlen und wir fahren weiter nach Anglesea, wo wir uns den Strand angesehen haben. Er kam bei weitem nicht an die Strände vom Prom heran. Ein bisschen weiter, in Aireyes Inlet, konnte man hoch hinauf auf eine Klippe gehen und einen Leuchtturm ansehen. Ein kurzer Rundweg hat sagenhafte Blicke auf die Küstenlandschaft freigelegt.
Wir passieren weiter auf der Great Ocean Road das Tor, das den offiziellen Beginn der Straße einleitet und kommen nach Lorne, wo wir erstmal in unser Hotel einchecken. Gleich ging es weiter zum Teddys Lookout mit schönem Blick auf die Küste. Dort machen wir Brotzeit. Als wir wieder nach Lorne gefahren sind, haben wir ein riesen Kangaroo entdeckt, das sich im Gras liegend gesonnt hat. Als wir anhalten kam sogleich ein älterer Herr aus dem Haus und erzählte uns, daß dies sein 7 Jahre altes Haus-Kangaroo sei. Er streute etwas Futter aus und es kamen vom Nachbarn noch ein paar dazu. Wir konnten es sogar kurz streicheln. Ein echtes Highlight.
Zurück in Lorne laufen wir noch etwas an der Strandpromenade entlang bevor wir endgültig Feierabend machen.

Tag 17: Wilsons Promontory

Was für ein toller Nationalpark. Wir sind begeistert. Man kann es sich hier richtig gut gehen lassen. In derartigen Früh sind wir den Lilly Pilly Gully Nature Walk gegangen. Ein einfacher einstündiger Rundweg, der viel Wildlife versprechen sollte laut Reiseführer. Allerdings war die magere Ausbeute 3 bunte Vögel und 1 Schmetterling. Hmm. Da das Wetter so schön ist, entschließen wir uns, an den tollen Sandstrand Squeaky Beach zu gehen, der seinen Namen trägt, weil der Sand so quietscht. Nach einem kurzen Kaffee Zuhause gehen wir in die Whiskey Bay, ein ebenso schöner Sandstrand, wir wir ein Nickerchen machen. Abschliessend besuchen wir noch den Haus-Strand von Tidal River bevor wir zu Abend essen. Dann ging es in der Dämmerung und Nacht mit Taschenlampen ausgerüstet auf Wombat Jagd.
Tatsächlich haben wir mehrere gesehen. Einmalige sogar ein kleines Wombat Baby und auch ein Possum. Sie tummeln sich einfach am und um den Campingplatz. Britta konnte sogar einen streicheln...

Tag 16: Von Phillip Island zum Wilsons Promontory

So kann ein Tag beginnen: Die Sonne lacht uns an und der Strand vor der Tür. Diesen haben wir natürlich nach dem Erwachen gründlich untersucht. Sensationell.
Wir kaufen für die nächsten beiden Nationalpark-Tage Lebensmittel ein und ziehen los ins Koala Conservation Centre. Hier leben Koalas in freier Wildbahn und man kann sie von einem hoch gebauten Boardwalk sehr gut sehen und auch fotografieren. Wir haben mehr als 10 Koalas gefunden wie sie in ihren Eucalyptus-Bäumen faulenzen.
Es ging weiter zu den Nobbies. Zwei Inseln, die vor Phillip Island liegen und von einer riesigen Kolonie Robben bewohnt werden. Schöne Aussichten auf die Inseln waren hier inklusive.
Wir haben nun eine 2 Stunden Fahrt vor uns zum Wilson Promontory National Park und beziehen unsere Hütte. Sie ist in Tidal Rivers gelegen, einem kleinen Dorf direkt und mitten im Nationalpark. Das ganze Dorf (eigentlich ein grosser Campinplatz mit einigen Hütten drum herum) ist umgeben von Wildlife, wie auch bereits der Weg hierher, wo wir Bekanntschaft mit Emus und riesen Kangaroos machen durften. Angekommen in Tidal River haben uns bunte Vögel (ähnlich Papageien) begrüßt.
Leider hatten wir Regen, als wir ankamen, der aber sehr schnell nachgelassen hat und wir unweit von dem Dorf einen Wombat entdeckten. Nach dem Essen in der Dämmerung haben wir einen Weiteren durch das Dorf ziehen sehen. Das sind schon lustige Tiere...

Montag, 14. April 2014

Tag 15: Phillip Island


Nachdem wir die Nacht in unserer Spelunke überstanden haben, haben wir uns sobald als möglich auf den Weg gemacht. Gestern ging noch ziemlich viel schief: Zunächst war die Batterie des Navi leer und das Laden im Auto ging zunächst nicht, dann haben wir die falsche Adresse angefahren und letztlich war das Hotel unter aller Sau. Naja, passiert.
Wir fahren also los auf der Suche nach Kaffee und Frühstück. Schnell sind wir fündig und satt geworden und haben Phillip Island angefahren. Hier machen wir zunächst einen tollen Rundwanderweg am Cape Woolamai mit sagenhaften Blicken auf die Insel. Es ging weiter nach Churchill Island, einer weiteren Insel, die mit Philip Island verbunden ist. Dort konnten wir auf einer Farm betrachten, wie z. B. Schafe geschoren werden.
Dann machten wir uns auf zum Einchecken und schliesslich ging es gleich weiter zur grössten Attraktion auf Phillip Island: Die Pinguin-Parade. Hunderte von Zwerg-Pinguinen kommen hier tagtäglich aus dem Meer an Land zu ihren Nestern zum Brüten. Die Ersten kommen ca. um 18:30 Uhr und die letzten gegen 19:30 Uhr. Es ist schon witzig, die kleinen Kerlchen zu beobachten, wie sie an Land watscheln. Leider ist Fotografieverbot.
Zurück gönnen wir uns noch Fish and Chips bevor wir Feierabend machen.

Sonntag, 13. April 2014

Tag 14: Sydney - Darling Harbour und Chinatown

"Wet, wet, wet" oder "I'm singing in the rain". So oder so ähnlich könnte der Titel des heutigen Tages lauten. Es hat immer wieder auch über längere Perioden geregnet, und wie stark. Im Norden von Australien - in Cairns - wurde eine Sturmwarnung wegen eines Wirbelsturms ausgegeben und die Ausläufer sind hier in Sydney zu spüren.

Dennoch haben wir uns aufgemacht zum Darling Harbour, ein gestyltes Stück Hafen, der nicht nur Shops und Restaurants bereithält, sondern auch Sydney Wildlife Zoo und Sealife etc. beheimatet. Immer wieder müssen wir uns für längere Perioden unterstellen wegen dem Regen. Deswegen entscheiden wir uns, weiter zu gehen zum überdachten Paddy Markt. Allerdings bekommt man hier nur Ramsch und wir gehen schnell weiter nach Chinatown. In einem Food Court in Chinatown genehmigen wir uns ein paar Frühlingsrollen. Wieder zurück am Darling Harbour schlendern wir diesen noch entlang bis zum Maritim-Museum und entschliessen uns dann, den Tag mit einem Gang zur Oper und durch den botanischen Garten ausklingen zu lassen. Bei der Oper angekommen schien mal wieder die Sonne (auf dem Weg dorthin schüttete es wie aus Eimern).

Zurück im Hotel haben wir uns ein Taxi zum Flughafen genommen und kommen mit 35 AUD recht günstig weg. Der Flug selbst war kurzweilig und schnell und in Melbourne angekommen haben wir endlich keinen Regen mehr.

Wir bekommen am Flughafen unser Auto (einen Mitsubishi Outlander) und fahren (etwas müde) in unser Hotel.

Samstag, 12. April 2014

Tag 13: Sydney - Bondi Beach und Watsons Bay

Heute war ein nasser Tag. Dennoch war es ein geiler Tag. Denn heute ging es zum Bondi Beach. Da es ständig 5 Minuten genieselt bis geschüttet hat, um dann 5 Minuten aufzuhören und teilweise auch die Sonne durchzulassen, haben wir uns für ein Tagesticket mit den Öffis entschieden (23 AUD), so dass wir verschiedene Locations anfahren können. Das war die beste Idee des Tages.

Wir fahren mit dem Bus zum Bondi Beach über den Hyde Park, wo wir zunächst die St Mary's Cathedral angesehen haben und durch den Hyde Park gehend den Bus zum Bondi Beach genommen haben. Dort angekommen kam doch glatt mal kurz die Sonne raus - es war aber sauwindig (und das ist noch untertrieben). Dennoch haben Leute dort gebadet - eeeek. Pro Mann im Wasser kamen noch 3 Mann Life Guards dazu - ha. Der Bondi Beach ist rechts und links eingerahmt von meterhohen Klippen. Die Wellen waren auch riesig - wenn ich schätzen müsste, dann würde ich 3-4 Meter sagen. Dies ermöglicht natürlich Surfern, ihrem Hobby nachzugehen und so war es auch: Da heute Samstag ist, haben sich professionelle Surfer zusammengetan, mehrere Überdachungen aufgestellt und das gemacht, was der typische Australier so macht: Barbecue. Wenn die Surfer aus dem Wasser kamen, haben sie eine Wurst bekommen: so kam mir das vor.

Wir gehen ein Stück die Klippen entlang bis zum nächsten Beach: dem Bronte Beach. Man geht hoch oben auf den Klippen um eine Zunge drum rum und ..... oje .... wir wären fast weggeblasen worden. Wir mussten uns so gegen den Wind stemmen - uns hätte es fast die Klamotten ausgezogen. Immer wieder peitscht der Regen gefolgt von trockenen Minuten. Dennoch ein sagenhaftes Bild. Am Bronte Beach angekommen nach ca. 45 Minuten fahren wir mit dem Bus wieder Richtung Innenstadt, und zwar nach Paddington, wo Samstags ein Markt aufgebaut wird. Der Markt selbst war nicht so prickelnd, aber wenigstens haben wir eine Bratwurst erwischt. Da es mal wieder geschifft hat ohne Ende ging es noch zum Kaffee trinken und dann weiter mit Bus und Bahn zur Watsons Bay (zum Gap Bluff). Auch hier sind die Klippen wahnsinnig hoch (wenn ich schätzen müsste würde ich sagen 100 m hoch) und das Meer peitscht nur so dagegen. Von hier aus können wir auch auf die Sydney Skyline blicken. Mit der Fähre ging es wieder zurück zum Circular Quay, dem Hauptverkehrsknotenpunkt der Stadt und von hier aus wieder per Bahn ins Hotel.

Wir wollen uns kurz frisch machen, um das Nightlife zu geniessen. Sydney bei Nacht ist einfach ein Traum. Wir schiessen ein paar Nachtbilder von der Oper und trinken noch ein Bierchen im Hero of Waterloo bevor es ins Bettchen geht. Hier noch ein paar Bilder von der Nacht (auch Nachts war es so: 5 Minuten Regen, 5 Minuten trocken).


Freitag, 11. April 2014

Tag 12: Sydney - Mainly Scenic Walk

Guten Morgen Australien, was lacht uns denn da entgegen? Wenn das mal nicht die Sonne ist. Hurra. Da strahlend blauer Himmel ist, entscheiden wir uns nach dem Frühstücken, nicht wie geplant zum Darling Harbour, sondern mit der Fähre nach Manly zu fahren. Gesagt getan: wieder durch den botanischen Garten laufend an der Opera vorbei geht es zum Circular Quay, wo die Fähre nach Manly geht. Am Wharf 3 ging es los. Das Ticket kostet 7,40 AUD pro Nase und ist eine nette Hafenrundfahrt zugleich, weil man direkt an der Opera vorbei fährt.

Die Fahrt nach Manly dauert keine 30 Minuten und im Hafengebäude gehen wir erst mal in Aldi - in Aldi? Ja, den gibt's hier auch. Und gar nicht so teuer. Wir versorgen uns also mit Getränken und gehen zum Manly Beach. Einige viele Leute baden hier (eigentlich ist jetzt Herbstanfang in Australien). Dann geht's auf, 10 km lang an schroffen Klippen vorbei an schönen Sandbuchten und teilweise durch Urwald. Ein super Weg. Nur einmal kurz hat es getröpfelt und sofort kam die Sonne wieder. Was für ein Glück. Zurück ging es dann mit dem Bus. Das Busticket um 5 AUD haben wir bereits im Manlys Hafengebäude gekauft. Nach weiteren 20 Minuten spuckt uns der Bus wieder in der City aus, wir essen noch kurz zu Abend und dann ging es auch schon wieder heim.

Eine tolle Tagestour.

Donnerstag, 10. April 2014

Tag 11: Sydney

Heute Nacht hatten wir einen Schnarcher im Nachbar-Zimmer. Ich glaube, er hat den ganzen Tasmanischen Wald zersägt. Er wurde nur ab und zu unhörbar, wenn die Party auf der anderen Strassenseite mal wieder einen Höhepunkt erreicht hat. Es war so ein Nachtclub, wie man ihn aus Filmen kennt. Mit Ohrenstöpsel aber kein Problem.

Wir machen uns früh erst mal auf Richtung Opera House. Gleich um die Ecke bei unserem Hotel ist ein Supermarkt und genügend Cafes. Perfekt. Einziges Manko war, dass der Wetterfrosch für heute Regen angesagt hatte (so wie für die nächsten Tage auch :-). Hatten wir in Tassie noch sauglück, ist es hier um so schlechter. Naja, man muss das Beste draus machen. Wir kommen erstmal durch den Botanischen Garten (hier war es noch ganz angenehm und tröpfelte nur). Nicht nur, dass der Garten schön angelegt ist mit exotischen Pflanzen und Bäumen, es leben auch viele Tiere hier.

Dann war es endlich so weit: wir bekamen den ersten tollen Blick auf die Oper. Und mit ihm kam der Regen. Dennoch: Das Panorama der Oper mit der Harbor Bridge im Hintergrund ist schon toll, auch mit Regen. Wir gehen kurz in die Oper und schauen uns innen etwas um. Dann gehen wir erst mal Mittag essen und Kaffee trinken, in der Hoffnung, dass der Regen etwas nachlässt. Macht er aber nicht. Wir machen uns auf eine Tour durch "The Rocks", dem zentralen Stadtkerns Sydney und erkunden im Anschluss die Harbour Bridge, von der aus man einen exzellenten Blick auf die Oper hat. Wir sind mal wieder alle restlos begeistert. In dem Moment hat es auch das Regnen aufgehört. Klasse.

Als Abschluss sind wir wieder zurück in den botanischen Garten, wo man von der anderen Seite auf die Oper sehen konnte, bevor wir Feierabend gemacht haben und diesen dennoch tollen Tag ausklingen lassen haben.
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Mittwoch, 9. April 2014

Tag 10: Tasman Peninsula und Abflug

Heute ist leider unser letzter Tag auf Tassie. Als Zwischenfazit hat die Insel wirklich einen klasse Eindruck hinterlassen. Wir haben sehr viel erlebt: Hobart mit Aussicht vom Mount Wellington, die schönen Russell Falls im Mount Field National Park, klasse Aussichten im Franklin-Gordon Wild Rivers National Park, einen klasse Wanderweg hoch zum Mount Merchuson, eine super Hütte im Cradle Nationalpark mit sagenhaften Wanderweg, eine schöne Schlucht in Launceston, klasse Strände im Osten mit Tierbegegnungen, den tollen Ausblick auf die Wineglassbay und heute die Besichtigung eines Gefängnisses. Auch das Wetter spielte dementsprechend mit. Hoffentlich geht's so weiter.
Heute nach dem Frühstück war erst mal eine 3 stündige Autofahrt nach Port Arthur angesagt. Deswegen ging es heute etwas früher los. Port Arthur, ein ehemaliges Gefängnis (heute Museum), liegt auf einer Insel (Tasman Peninsula), die lediglich mit einem schmalen Streifen mit einer anderen Insel verbunden ist (Forestier Peninsula) und diese wiederum hängt an Tasmanien. Den schmalen Streifen zwischen beiden Inseln nennen die Tasmanier Eaglehawk Neck und hier gibt es einiges zu sehen: da wäre zunächst die Aussicht auf die Pirates Bay, eine schöne Aussicht auf einen Strand umgeben von schroffen Felsen. Weiterhin gab es das Tessellated Pavement, Felsen, den die Gezeiten geformt haben und aussah, ob jemand Fliesen verlegt hätte. Als weitere Attraktionen gab es die 60 m tiefe Meeresschlucht Devils Kitchen und ein riesen Felsbogen namens Tasman Arch.
Nun waren wir gerüstet für das abschließende Ereignis: Port Arthur. Bei der Gefängnis-Besichtigung war schließlich auch eine kleine Bootsfahrt dabei. Wer weiß, ob es Australien in seiner jetzigen Form geben würde, hätte das englische Empire nicht seine Gefangenen nach Australien gesendet. Dort mussten sie hart arbeiten und siedelten sich dann dort nach ihrer Entlassung dort an.
Gegen 17 Uhr machten wir uns auf den Rückweg, tankten das Auto voll vor Abgabe. Diese ging wirklich rasend schnell: abstellen, Bescheid geben, dass es voll getankt ist und daß kein Unfall war. Fertig.
So hatten wir am Flughafen noch 90 Minuten und schon ging es ab nach Sydney. Tassie ade.
 
Der Flug war am Anfang etwas holprig, die Landung aber sanft. Koffer haben wir schneller bekommen, als in Nürnberg - die sind richtig schnell die Sydneysiders. Dann sind wir mit dem Taxi zum Hotel gefahren und mussten "nur" 50 Dollar berappen - zu viert ein echtes Schnäppchen.

Tag 9: Freycinet Nationalpark

Schon der vorletzte Tag auf Tassie. Die Zeit geht wahnsinnig schnell vorbei und heute steht ein weiteres Highlight auf dem Programm: der Freycinet Nationalpark. Er ist berüchtigt für seine halbsichelförmige weiße Strandbucht - wie am Zirkel gezogen. Genau diese haben wir auch auf unserem 5 stündigen einfachen Wanderweg anvisiert. Es ging zunächst steil nach oben bis man einen sagenhaften Blick auf die Bucht hatten. Leider war es bewölkt. Bei Sonnenschein wäre es noch besser gewesen. Von dem Aussichtspunkt ging es genau in diese Bucht wieder bergab, in die Wineglass Bay. Dann kam doch glatt auch noch die Sonne raus und im Nu hatten wir blauen Himmel. Wie viel Glück kann man noch haben? Die Bay war einfach klasse und wir haben dort auch noch ein Kängaruh mit einem Kleinen in seinem Beutel entdeckt.
Es ging weiter zum Hazards Beach, einem ewig langen sehr schönen Muschelstrand. Zurück zum Auto haben wir noch ein Känguru entdeckt, das überhaupt nicht scheu war und wir mit Gräsern füttern konnten.
Anschließend sind wir noch zum Cape Tourville gefahren, wo wir nochmal zur Wineglass Bay sehen konnten und ein Leuchtturm stand und einen kurzen Abstecher zur Sleepy Bay gemacht, die verschlafen zwischen riesigen Felsen lag.
Nach den letzten Besorgungen im Supermarkt fürs Abendessen ging es zurück in die Hütte und zum Vorpacken für unseren Flug morgen.

Tag 8: Von Launceston nach Freycinet Nationalpark

Heute hatten wir einen langen Weg vor uns: weniger von der Länge als eher vor der Dauer her. Die Strasse von Launceston nach St Helens (an der Küste) war sehr kurvenreich, wurde aber belohnt von sagenhaften weißen Stränden. Zunächst sind wir von St Helens Richtung Norden gefahren in die Bay of Fire. Die vielen Buchten hier haben ihren Namen erhalten, weil die ins Wasser ragenden Steine teilweise feuerrot gefärbt sind. Der Sand war so fein und weiß, die angrenzenden Berge mit grünem Regenwald bedeckt, das Meer so türkis, daß die ganze Kulisse einfach nur traumhaft war.
Zurück in St Helens sind wir noch zum St Helens Point gefahren, der sich auf einem Meeresarm befand. Unterwegs haben wir Pelikane und einen Echnida (australischer Schnabeligel) getroffen. Am St Helens Point angekommen durften wir schließlich riesige Sanddünen bestaunen.
Nun lag noch knapp 1,5 Stunden Fahrt vor uns. Wir kommen nach Bicheno, einer verschlafenen Fischerstadt. Von hier aus kann man Zwerg-Pinguine und Robben auf einem Felsen etwas weiter draussen beobachten. Und zum Abschluß bezogen wir unsere Hütte in Coles Bay, die nicht ganz so schön war wie die Hütte im Cradle Mountain, aber noch ganz Ok war. Wir bruzeln unser Steak und fallen ins Bett.

Sonntag, 6. April 2014

Tag 7: Launceston

Heute ist Papas Geburtstag. Wir überraschten ihn mit Happy Birthday Kerzen auf Tam-Tam-Schokoladeriegel und die Überraschung ist sichtlich gelungen. Wir haben heute eine Zeitumstellung, und zwar auf Winterzeit eine Stunde zurück. Das heisst, es wird abends früher dunkel. Nach dem Frühstück mussten wir leider unsere Hütte wehmütig verlasen. Im Nationalpark gehen wir noch zwei kurze Wanderwege (Enchanted Walk und King Billy Track), auf denen wir noch einige Wallabies sehen konnten. Der King Billy Track ging auch wieder durch einen Märchenwald - alles ist total bemoost und in Folge dessen total grün. Zwei Wasserfälle rundeten das Vergnügen ab und es ging weiter nach Launceston auf einer 2 Stunden Fahrt.
 
In Launceston checkten wir zunächst in unser Golf-Hotel ein (sehr nobel) und sind sogleich weitergefahren zur Cataract Gorge, eine tiefe Schlucht mitten in Launceston. Dort hielten wir uns auch noch 2 Stunden auf bevor wir in die 100.000 Einwohner Stadt gefahren sind und uns nach einem Restaurant umgesehen haben.
 
Es wurde schon wieder dunkel und es wurde Zeit zu tanken und in den Supermarkt zu gehen. Die nächsten beiden Tage sind wir nämlich wieder in einem Nationalpark, wo die Versorgungslage relativ dürftig ist.

Tag 6: Cradle Mountain National Park

Was ist denn das hier? Obwohl es 3000 mm pro Jahr hier regnet, haben wir gestern als auch heute sagenhaftes Wetter. Und die Aussichten heute waren phänomenal. Besser geht's nicht. Um 8 Uhr haben wir uns Frühstück gemacht (scrambled eggs) bevor wir um 10 Uhr Richtung Nationalpark gefahren sind. Die Tour, die wir uns ausgesucht haben, dauert 4 Stunden zum gehen und führt an mehreren Bergseen und unterhalb des Gebirgsmassives Cradle Mountain vorbei. Doch weit gefehlt: Es waren so schwierige Passagen dabei, über Stock und Stein, Kletterpartien (mehr als Kraxeln) und einmal sogar an einer angebrachten Kette 20 m tief entlang hangeln, dass wir 6 Stunden gebraucht haben. Die tollen Aussichten entlohnten doch dafür. Ein weiterer Höhepunkt war auf dem Rückweg zum Chalet, dass wir einen Wombat im Gebüsch entdeckt haben.
Gegen 17 Uhr konnten wir unser Filet Steak verzehren und waren nun gerüstet für die 20:30 Uhr Show: die Fütterung der schwarzen Teufel.
Bei einem Bierchen am Kaminfeuer haben wir den Tag schließlich ausklingen lassen.

Donnerstag, 3. April 2014

Tag 5: Mount Merchuson und Montezuma Falls


Was für eine Spelunke unser Hotel. Wird sehen zu, dass wir in der Früh rauskommen. Queenstown ist wirklich ein verschlafenes Nest. Da erst gegen 9 Uhr die Supermärkte (Nein, der Supermarkt, es gab nur einen Winzigen) öffneten, nehmen wir wenigstens noch den Spion Kopf Lookout mit, der uns Queenstown von oben zeigt. Im Supermarkt besorgten wir uns Lebensmittel für die nächsten beiden Tage im Nationalpark und befüllten unseren Tank. Dann ging es zur ersten Wandertour: zum Mount Murchison. Der Start dieser Wandertour war etwas schwer zu finden. Erst später wussten wir warum: der Wanderweg, wie auch der Eingang dazu gingen durch so engen Regenwald - so was haben wir noch nie erlebt. Es hat oft nicht mal eine Person durchgepasst ohne die Bäume weg zu drücken. Das ganze war wie ein Märchenwald. Nach ca 400 Höhenmeter spuckte uns der Wald aus und wir hatten einen klasse Blick auf die bergige Landschaft im westlichen Tasmanien. Sagenhaft. Wir gingen nicht ganz hoch auf den Gipfel, aber fast. Auch ein schöner Bergsee lachte uns an. Nach ca. 3,5 Stunden waren wir wieder am Auto ohne größere Verluste, denn die Wurzeln waren sauglatt und der Weg ziemlich steil.
Am Auto angekommen machten wir erstmal eine kurze Essenspause und sind weiter nach Rosebery gefahren, wieder ein verschlafenes Nest, das von Bauarbeitern der naheliegenden Kupfermine beherrscht wird. Wir genehmigten uns einen Cappuccino und sind weiter gefahren zum nahe gelegenen Montezuma Falls Walk. Es ging zu den höchsten Wasserfällen Tasmaniens. Von einer sehr wackeligen Seilbrücke konnte man das Spektakel betrachten.
Zurück sind wir von Rosebery noch eine gute Stunde in den Cradle Mountains National Park gefahren und konnten unsere Hütte in mitten vom Urwald beziehen. Was für ein schönes Wohnen. Als wir die Koffer vom Auto holten, kam gleich ein schönes Possum zum Nachsehen, was wir machen. Es harrte gleich an unserem Eingang aus. Später kam ein Zweites dazu. Wir kochten und schürten den Kaminofen an. Ein herrlicher Ausgang eines gelungenen Tages.

Tag 4: Tasmaniens Westen - Regenwälder

Mit dem Schlafen funktioniert es immer noch nicht richtig. Wieder waren wir mehrere Stunden ab 2 Uhr auf. Komische Sache. Dennoch ging es früh raus, denn es war heute volles Programm: Nicht nur, dass wir 276 km fahren mussten, sondern wir wollten auch einige Wandertouren durch die Regenwälder Tasmaniens machen.

Um 7:30 Uhr ging es los. Im Hotel kauften wir noch kurz einen Kaffee und los ging es in den Mount Field Nationalpark. Eine sehr leichte und beliebte 2 Stunden Wanderung stand auf dem Programm durch den Tasmanischen Regenwald. Nachdem wir uns für 60 AUD eine Nationalpark-Karte gekauft haben (alle Nationalparks auf Tassie sind nun für 2 Monate nutzbar) ging es zunächst zu den äusserst pittoresken Russel Falls, ein schöner Wasserfall. Zwei Weitere konnten wir im Laufe der Tour betrachten: Horseshoe Falls und die Lady Barron Falls, wobei die Russel Falls am Schönsten waren. Neben dem Regenwald (Farne, Moos, Bäume, die ihre Rinde anstatt Blätter abwerfen), gab es natürlich noch lustige bunte Vögel und kleine Kanguruhs (Wallabies) gesehen. Leider keinen Platypus, die hier auch öfters mal ihr Unwesen treiben. Dennoch ein äusserst schöner Weg und die Sonne schien auch noch.

Nach einer kurzen Mittagspause ging es weiter zum Lake Saint Clair. Nach einer zwei Stunden Fahrt blieben nur noch kurze Wanderwege übrig, sonst wäre es zu spät geworden. Auch hier haben wir wieder alles mögliche Getier gesehen. Leider hat es des Öfteren diesen typischen Regenwald-Nieselregen gegeben. Tja, nicht umsonst heisst das Ding Regenwald.

Es ging nun weiter zum Franklin-Gordon Wild Rivers National Park. Die Fahrt nach Queenstown, unser eigentliches Ziel, führte mitten durch diesen Nationalpark. Insofern waren schon während der Fahrt sagenhafte Blicke in die Täler dieses Parks möglich. Zwei kurze Wanderwege zu einem sehr hohen steilen Felsen, von dem man einen 360 Grad Blick hatte, und zu einem weiteren sehr schönen Wasserfall rundeten das Tageserlebnis ab. Um 19:30 Uhr während es dunkel wurde, rollten wir in Queenstown ein, wo wir erstmal in unser Hotel eingechecked haben. Einen schnellen Imbiss gab es in diesem verschlafenen Nest nicht, sondern nur teure Restaurants. Und so genehmigten wir uns das erste australische T-Bone Steak.

Mittwoch, 2. April 2014

Tag 3: Hobart

Was war denn das? Als wir aufwachten und auf die uhr blickten war es 10 Uhr. Man, hat's uns zerbröselt.
Wir stehen also schnell auf und machen uns fertig für Hobart. Nach einem Frühstück ging es erstmal in den Supermarkt, wo wir uns mit Getränken und Lebensmitteln versorgten, um dann Hobart anzusehen. An einem Meeresarm gelegen schmiegt sich Hobart an die rundherum liegenden Berge an. Wir schauen uns den Hafen, den Battery Point (ein Spaziergang am Meer) und die Innenstadt an, bevor es weitergeht zum Mount Wellington, einer der am leichtesten zugänglichen Berge Tasmaniens. Von hier aus haben wir einen wunderschönen rundum Blick auf den Meeresarm bis weit ins Landesinnere. Hatte es morgens noch geregnet, war nun strahlender Sonnenschein. Wir laufen mehrere Lookouts an, bevor wir weiterziehen zu einem kurzen einstündigen Wanderweg im Wellington Gebiet.
Nun war es bereits 18 Uhr und haben das Hotel angefahren, wo wir unsere Baguettes verspeisten.

Dienstag, 1. April 2014

Tag 2: Melbourne und Flug nach Hobart

Das letzte mal frühstücken im Hotel, denn auf unserer weiteren Reise ist es nirgends mehr inkludiert. Die Nacht ging es schon sehr gut mit Schlafen und wir sind schon fast an die australische Zeit angepasst.
Um 9 Uhr ging es zum Queen Victoria Market, wo man nicht nur Ramsch, sondern auch viele Lebensmittel kaufen kann. Es gab eine ganze Abteilung mit Früchten, auch Exoten, eine Weitere hat Fleisch aller Art angeboten. Auch ein food court war dabei, wo wir eine gute Latte zu uns genommen haben. Allgemein ist Melbourne für guten Kaffee bekannt.
Es ging weiter zu den Docklands, ein Stück Hafen, der sich in den letzten Jahren herausgeputzt hat. Dort steht auch ein Riesenrad ala London Eye. Unweit davon kann man auf das Etihad Stadion mit 58000 Zuschauern schauen, in dem Veranstaltungen aller Art stattfinden. An den Docklands haben wir uns getrennt, denn die Damen wollten für den Rest des Tages durch Shops bummeln.
Die Männer sind weiter gefahren mit der kostenfreien Tram zum botanischen Garten und haben sich ein schönes Plätzchen zum entspannen ausgesucht. Ein Bierchen am Federation Square für 8,50 Dollar (6 Euro) für ein 0,375 l Bier (!!) rundeten den Nachmittag ab.
Um 16 Uhr haben wir uns wieder im Hotel getroffen und unsere Koffer abgeholt und sind mit dem Skybus wieder zum Flughafen gedüst. Dort hat alles Spitze geklappt und, obwohl wir dachten, bei unserem Ticket wäre noch kein Gepäck im Preis enthalten, wollte sie keinen Cent von uns. Somit kommen wir mit 48 Euro super günstig nach Hobart.
Der Flug selbst war ruhig und nach 1,5 Stunden konnten wir unser Auto vom Thrifty abholen. Waren es in Melbourne noch 33 Grad, Sonnenschein, hatten wir in Hobart angenehme 15 Grad, allerdings war es bereits Nachts. Das Auto ist ein Schiff. Wir müssen morgen bei Tageslicht noch einmal genauer inspizieren, welches Modell es ist. Wir rollen vom Hof und ihn unser Hotel hinein, das sehr sauber, aber auch grosse Zimmer hat. Perfekt.