Aussie, wie kommen

Sonntag, 6. April 2014

Tag 7: Launceston

Heute ist Papas Geburtstag. Wir überraschten ihn mit Happy Birthday Kerzen auf Tam-Tam-Schokoladeriegel und die Überraschung ist sichtlich gelungen. Wir haben heute eine Zeitumstellung, und zwar auf Winterzeit eine Stunde zurück. Das heisst, es wird abends früher dunkel. Nach dem Frühstück mussten wir leider unsere Hütte wehmütig verlasen. Im Nationalpark gehen wir noch zwei kurze Wanderwege (Enchanted Walk und King Billy Track), auf denen wir noch einige Wallabies sehen konnten. Der King Billy Track ging auch wieder durch einen Märchenwald - alles ist total bemoost und in Folge dessen total grün. Zwei Wasserfälle rundeten das Vergnügen ab und es ging weiter nach Launceston auf einer 2 Stunden Fahrt.
 
In Launceston checkten wir zunächst in unser Golf-Hotel ein (sehr nobel) und sind sogleich weitergefahren zur Cataract Gorge, eine tiefe Schlucht mitten in Launceston. Dort hielten wir uns auch noch 2 Stunden auf bevor wir in die 100.000 Einwohner Stadt gefahren sind und uns nach einem Restaurant umgesehen haben.
 
Es wurde schon wieder dunkel und es wurde Zeit zu tanken und in den Supermarkt zu gehen. Die nächsten beiden Tage sind wir nämlich wieder in einem Nationalpark, wo die Versorgungslage relativ dürftig ist.

Tag 6: Cradle Mountain National Park

Was ist denn das hier? Obwohl es 3000 mm pro Jahr hier regnet, haben wir gestern als auch heute sagenhaftes Wetter. Und die Aussichten heute waren phänomenal. Besser geht's nicht. Um 8 Uhr haben wir uns Frühstück gemacht (scrambled eggs) bevor wir um 10 Uhr Richtung Nationalpark gefahren sind. Die Tour, die wir uns ausgesucht haben, dauert 4 Stunden zum gehen und führt an mehreren Bergseen und unterhalb des Gebirgsmassives Cradle Mountain vorbei. Doch weit gefehlt: Es waren so schwierige Passagen dabei, über Stock und Stein, Kletterpartien (mehr als Kraxeln) und einmal sogar an einer angebrachten Kette 20 m tief entlang hangeln, dass wir 6 Stunden gebraucht haben. Die tollen Aussichten entlohnten doch dafür. Ein weiterer Höhepunkt war auf dem Rückweg zum Chalet, dass wir einen Wombat im Gebüsch entdeckt haben.
Gegen 17 Uhr konnten wir unser Filet Steak verzehren und waren nun gerüstet für die 20:30 Uhr Show: die Fütterung der schwarzen Teufel.
Bei einem Bierchen am Kaminfeuer haben wir den Tag schließlich ausklingen lassen.

Donnerstag, 3. April 2014

Tag 5: Mount Merchuson und Montezuma Falls


Was für eine Spelunke unser Hotel. Wird sehen zu, dass wir in der Früh rauskommen. Queenstown ist wirklich ein verschlafenes Nest. Da erst gegen 9 Uhr die Supermärkte (Nein, der Supermarkt, es gab nur einen Winzigen) öffneten, nehmen wir wenigstens noch den Spion Kopf Lookout mit, der uns Queenstown von oben zeigt. Im Supermarkt besorgten wir uns Lebensmittel für die nächsten beiden Tage im Nationalpark und befüllten unseren Tank. Dann ging es zur ersten Wandertour: zum Mount Murchison. Der Start dieser Wandertour war etwas schwer zu finden. Erst später wussten wir warum: der Wanderweg, wie auch der Eingang dazu gingen durch so engen Regenwald - so was haben wir noch nie erlebt. Es hat oft nicht mal eine Person durchgepasst ohne die Bäume weg zu drücken. Das ganze war wie ein Märchenwald. Nach ca 400 Höhenmeter spuckte uns der Wald aus und wir hatten einen klasse Blick auf die bergige Landschaft im westlichen Tasmanien. Sagenhaft. Wir gingen nicht ganz hoch auf den Gipfel, aber fast. Auch ein schöner Bergsee lachte uns an. Nach ca. 3,5 Stunden waren wir wieder am Auto ohne größere Verluste, denn die Wurzeln waren sauglatt und der Weg ziemlich steil.
Am Auto angekommen machten wir erstmal eine kurze Essenspause und sind weiter nach Rosebery gefahren, wieder ein verschlafenes Nest, das von Bauarbeitern der naheliegenden Kupfermine beherrscht wird. Wir genehmigten uns einen Cappuccino und sind weiter gefahren zum nahe gelegenen Montezuma Falls Walk. Es ging zu den höchsten Wasserfällen Tasmaniens. Von einer sehr wackeligen Seilbrücke konnte man das Spektakel betrachten.
Zurück sind wir von Rosebery noch eine gute Stunde in den Cradle Mountains National Park gefahren und konnten unsere Hütte in mitten vom Urwald beziehen. Was für ein schönes Wohnen. Als wir die Koffer vom Auto holten, kam gleich ein schönes Possum zum Nachsehen, was wir machen. Es harrte gleich an unserem Eingang aus. Später kam ein Zweites dazu. Wir kochten und schürten den Kaminofen an. Ein herrlicher Ausgang eines gelungenen Tages.

Tag 4: Tasmaniens Westen - Regenwälder

Mit dem Schlafen funktioniert es immer noch nicht richtig. Wieder waren wir mehrere Stunden ab 2 Uhr auf. Komische Sache. Dennoch ging es früh raus, denn es war heute volles Programm: Nicht nur, dass wir 276 km fahren mussten, sondern wir wollten auch einige Wandertouren durch die Regenwälder Tasmaniens machen.

Um 7:30 Uhr ging es los. Im Hotel kauften wir noch kurz einen Kaffee und los ging es in den Mount Field Nationalpark. Eine sehr leichte und beliebte 2 Stunden Wanderung stand auf dem Programm durch den Tasmanischen Regenwald. Nachdem wir uns für 60 AUD eine Nationalpark-Karte gekauft haben (alle Nationalparks auf Tassie sind nun für 2 Monate nutzbar) ging es zunächst zu den äusserst pittoresken Russel Falls, ein schöner Wasserfall. Zwei Weitere konnten wir im Laufe der Tour betrachten: Horseshoe Falls und die Lady Barron Falls, wobei die Russel Falls am Schönsten waren. Neben dem Regenwald (Farne, Moos, Bäume, die ihre Rinde anstatt Blätter abwerfen), gab es natürlich noch lustige bunte Vögel und kleine Kanguruhs (Wallabies) gesehen. Leider keinen Platypus, die hier auch öfters mal ihr Unwesen treiben. Dennoch ein äusserst schöner Weg und die Sonne schien auch noch.

Nach einer kurzen Mittagspause ging es weiter zum Lake Saint Clair. Nach einer zwei Stunden Fahrt blieben nur noch kurze Wanderwege übrig, sonst wäre es zu spät geworden. Auch hier haben wir wieder alles mögliche Getier gesehen. Leider hat es des Öfteren diesen typischen Regenwald-Nieselregen gegeben. Tja, nicht umsonst heisst das Ding Regenwald.

Es ging nun weiter zum Franklin-Gordon Wild Rivers National Park. Die Fahrt nach Queenstown, unser eigentliches Ziel, führte mitten durch diesen Nationalpark. Insofern waren schon während der Fahrt sagenhafte Blicke in die Täler dieses Parks möglich. Zwei kurze Wanderwege zu einem sehr hohen steilen Felsen, von dem man einen 360 Grad Blick hatte, und zu einem weiteren sehr schönen Wasserfall rundeten das Tageserlebnis ab. Um 19:30 Uhr während es dunkel wurde, rollten wir in Queenstown ein, wo wir erstmal in unser Hotel eingechecked haben. Einen schnellen Imbiss gab es in diesem verschlafenen Nest nicht, sondern nur teure Restaurants. Und so genehmigten wir uns das erste australische T-Bone Steak.

Mittwoch, 2. April 2014

Tag 3: Hobart

Was war denn das? Als wir aufwachten und auf die uhr blickten war es 10 Uhr. Man, hat's uns zerbröselt.
Wir stehen also schnell auf und machen uns fertig für Hobart. Nach einem Frühstück ging es erstmal in den Supermarkt, wo wir uns mit Getränken und Lebensmitteln versorgten, um dann Hobart anzusehen. An einem Meeresarm gelegen schmiegt sich Hobart an die rundherum liegenden Berge an. Wir schauen uns den Hafen, den Battery Point (ein Spaziergang am Meer) und die Innenstadt an, bevor es weitergeht zum Mount Wellington, einer der am leichtesten zugänglichen Berge Tasmaniens. Von hier aus haben wir einen wunderschönen rundum Blick auf den Meeresarm bis weit ins Landesinnere. Hatte es morgens noch geregnet, war nun strahlender Sonnenschein. Wir laufen mehrere Lookouts an, bevor wir weiterziehen zu einem kurzen einstündigen Wanderweg im Wellington Gebiet.
Nun war es bereits 18 Uhr und haben das Hotel angefahren, wo wir unsere Baguettes verspeisten.

Dienstag, 1. April 2014

Tag 2: Melbourne und Flug nach Hobart

Das letzte mal frühstücken im Hotel, denn auf unserer weiteren Reise ist es nirgends mehr inkludiert. Die Nacht ging es schon sehr gut mit Schlafen und wir sind schon fast an die australische Zeit angepasst.
Um 9 Uhr ging es zum Queen Victoria Market, wo man nicht nur Ramsch, sondern auch viele Lebensmittel kaufen kann. Es gab eine ganze Abteilung mit Früchten, auch Exoten, eine Weitere hat Fleisch aller Art angeboten. Auch ein food court war dabei, wo wir eine gute Latte zu uns genommen haben. Allgemein ist Melbourne für guten Kaffee bekannt.
Es ging weiter zu den Docklands, ein Stück Hafen, der sich in den letzten Jahren herausgeputzt hat. Dort steht auch ein Riesenrad ala London Eye. Unweit davon kann man auf das Etihad Stadion mit 58000 Zuschauern schauen, in dem Veranstaltungen aller Art stattfinden. An den Docklands haben wir uns getrennt, denn die Damen wollten für den Rest des Tages durch Shops bummeln.
Die Männer sind weiter gefahren mit der kostenfreien Tram zum botanischen Garten und haben sich ein schönes Plätzchen zum entspannen ausgesucht. Ein Bierchen am Federation Square für 8,50 Dollar (6 Euro) für ein 0,375 l Bier (!!) rundeten den Nachmittag ab.
Um 16 Uhr haben wir uns wieder im Hotel getroffen und unsere Koffer abgeholt und sind mit dem Skybus wieder zum Flughafen gedüst. Dort hat alles Spitze geklappt und, obwohl wir dachten, bei unserem Ticket wäre noch kein Gepäck im Preis enthalten, wollte sie keinen Cent von uns. Somit kommen wir mit 48 Euro super günstig nach Hobart.
Der Flug selbst war ruhig und nach 1,5 Stunden konnten wir unser Auto vom Thrifty abholen. Waren es in Melbourne noch 33 Grad, Sonnenschein, hatten wir in Hobart angenehme 15 Grad, allerdings war es bereits Nachts. Das Auto ist ein Schiff. Wir müssen morgen bei Tageslicht noch einmal genauer inspizieren, welches Modell es ist. Wir rollen vom Hof und ihn unser Hotel hinein, das sehr sauber, aber auch grosse Zimmer hat. Perfekt.

Montag, 31. März 2014

Tag 1: Melbourne

Spätes Einschlafen hatte dafür gesorgt, daß wir um 8 Uhr aufgewacht sind. Das Frühstück ging so (einziges Hotel mit Frühstück), immerhin gab es auch Warmes, wie zum Beispiel Rührei.
Gestärkt zogen wir erstmal zum Yarra River, der Fluß, der durch Melbourne verläuft. Von dort ging es dem Fluß entlang zum Federation Square, das eigentliche Zentrum der Stadt. Wir informierten uns kurz im Visitor Center, genossen kurz das Treiben auf dem Platz, bevor wir die Fußgängerzone Swanston Street und Bourke Street entlang schlenderten. Ein Stop bei einem Starbucks durfte natürlich nicht fehlen. Immer wieder haben uns schnuckelige Gallerien eingeladen, durch zu laufen. Mit der kostenfreien Circle Tram (Route 35) haben wir dann einen Park angefahren, wo wir uns schön ablegen und schlummern konnten. Über den Yarra Park (wo ein riesiges Cricket Stadion steht, vergleichbar von der doppelten Größe unsered Frankenstadions. In Summe 100000 Zuschauer), dem Melbourne Park (wo die Australien Open ausgetragen werden und u. a. die Rod Laver Arena steht) und über den Shrine of Remembrance (ein Kriegerdenkmal, das man auch begehen konnte und eine super Aussicht auf die Skyline von Melbourne hatte) sind wir zum Federation Square zurück gekommen. Von hier aus ging es (wieder per City Circle Tram) zum South Wharf, wo wir direkt am Fluß unser Abendessen mit Bier zu uns genommen haben. Nun war es schon dunkel und wir sind ins Hotel zum Duschen. Mutti und ich sind dann noch einmal mit Stativ losgezogen und konnten ein paar schöne Nachtaufnahmen vom Federation Square aufnehmen.